Gynäkomastie Brustwarzen

Gynäkomastie und Brustwarzen: Was hat es mit Puffy Nipples beim Mann auf sich?

Nicht immer zeigt sich eine Gynäkomastie als deutlich vergrößerte Männerbrust. Bei manchen Männern fällt vor allem der Bereich um die Brustwarzen auf: Der Warzenhof wölbt sich nach vorne, wirkt geschwollen oder hebt sich sichtbar von der übrigen Brust ab. Umgangssprachlich werden solche hervorstehenden Brustwarzen als Puffy Nipples bezeichnet. Darunter kann vergrößertes Brustdrüsengewebe liegen. Was sich dagegen tun lässt, erfahren Sie im Folgenden.

Warum kann Gynäkomastie die Brustwarzen verändern?

Unter und hinter dem Warzenhof befindet sich auch beim Mann – wenn auch nur minimal ausgeprägtes – Brustdrüsengewebe. Bei einer echten Gynäkomastie nimmt dieses Drüsengewebe zu. Ein wesentlicher Anteil des bei einer Gynäkomastie vergrößerten Drüsengewebes befindet sich meist direkt unter dem Brustwarzen-Warzenhof-Komplex.

Je nach Ausprägung verändert sich deshalb nicht nur das Volumen der männlichen Brust. Auch der Warzenhof kann sich nach vorne wölben oder größer erscheinen. Bei einer leichten Form kann diese Vorwölbung sogar allein auf den Bereich des Warzenhofs begrenzt sein.

Puffy Nipples beim Mann: Was ist damit gemeint?

Der englische Begriff Puffy Nipples beschreibt zunächst lediglich das Aussehen: Brustwarze und insbesondere der umliegende Warzenhof wirken weich, aufgepolstert oder nach vorne gedrückt. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige medizinische Diagnose.

Nicht bei jeder auffälligen Brustwarze liegt automatisch eine echte Gynäkomastie vor. Auch Fettgewebe, die individuelle Anatomie der Brust oder eine Kombination aus Fett- und Drüsengewebe können das Erscheinungsbild beeinflussen.

Eine Brustvergrößerung durch Fettgewebe wird als Pseudogynäkomastie beziehungsweise Lipomastie bezeichnet. Im Gegensatz zur echten Gynäkomastie liegt dabei keine Vermehrung des Brustdrüsengewebes vor.

Woran erkennt man Drüsengewebe unter der Brustwarze?

Das äußere Erscheinungsbild allein erlaubt keine sichere Unterscheidung. Vermehrtes Drüsengewebe lässt sich häufig als festeres beziehungsweise elastisches Gewebe unter dem Brustwarzenhof ertasten. Typischerweise liegt es relativ zentral um die Brustwarze. Bei einer reinen Lipomastie findet sich dagegen kein entsprechend abgrenzbarer Drüsenkörper.

Grundlegende Informationen zur Selbsteinschätzung erhalten Sie hier: Gynäkomastie erkennen: Das sollten Sie tun

Eine veränderte Brustregion sollten Sie jedoch nicht allein anhand von Informationen und Bildern aus dem Internet selbst als Gynäkomastie einordnen. Wenn Sie eine neue, anhaltende oder deutlich einseitige Schwellung der Brustwarze oder des Brustwarzenhofs bemerken, sollten Sie diese ärztlich untersuchen lassen. So lässt sich klären, ob tatsächlich vermehrtes Drüsengewebe, Fettgewebe oder eine andere Ursache dahintersteckt.

Die ärztliche Untersuchung ist dabei der entscheidende erste Schritt. Lässt sich der Befund nicht eindeutig einordnen, kann ergänzend eine bildgebende Untersuchung der Brust bei der weiteren Abklärung unterstützen. Das gilt insbesondere bei einer neuen einseitigen Veränderung, einem ungewöhnlich harten Knoten, Hautveränderungen oder austretendem Sekret aus der Brustwarze. Solche Befunde passen nicht zwingend zu einer gewöhnlichen Gynäkomastie und sollten unabhängig von ästhetischen Überlegungen untersucht werden.

Können nur einzelne Brustwarzen hervorstehen?

Puffy Nipples müssen nicht auf beiden Seiten gleich ausgeprägt sein. Eine Gynäkomastie kann sowohl beidseitig als auch einseitig auftreten, wobei die beidseitige Form häufiger ist.

Entsprechend kann auch ein Brustwarzenhof stärker hervortreten als der andere. Neu aufgetretene oder deutlich einseitige Veränderungen sollten dennoch ärztlich abgeklärt werden.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag: Einseitige Gynäkomastie: Ist das möglich?

Gehen hervorstehende Brustwarzen durch Abnehmen oder Training weg?

Entscheidend ist die Ursache der Vorwölbung. Liegt hauptsächlich Fettgewebe im Brustbereich vor, kann eine Reduktion des Körperfettanteils auch das Erscheinungsbild der Brust verändern.

Anders verhält sich bereits vermehrtes Drüsengewebe. Dieses lässt sich weder durch gezieltes Brusttraining noch durch eine Gewichtsabnahme einfach abbauen. Krafttraining kann zwar den Brustmuskel formen und die Kontur des Oberkörpers verändern, beseitigt aber eine bestehende Vermehrung des Brustdrüsengewebes nicht.

Bei einer länger bestehenden Gynäkomastie kann daher trotz schlankem oder trainiertem Oberkörper eine sichtbare Vorwölbung des Brustwarzenhofs zurückbleiben.

Was kann man gegen hervorstehende Brustwarzen bei Gynäkomastie tun?

Stört vor allem ein deutlich vorgewölbter Warzenhof, muss zunächst geklärt werden, welches Gewebe dafür verantwortlich ist. Bei vergrößertem Brustdrüsengewebe kann eine operative Entfernung infrage kommen. Besteht zusätzlich überschüssiges Fettgewebe, lässt sich die Behandlung je nach Befund mit einer Fettabsaugung kombinieren.

Bei der Operationsplanung geht es nicht nur darum, Gewebe zu entfernen.

Entscheidend ist eine möglichst natürliche Kontur zwischen Brustmuskel, Brust und Brustwarzenhof. Zu starke beziehungsweise ungünstig verteilte Gewebeentfernung kann ihrerseits die Form des Brustwarzen-Warzenhof-Komplexes beeinträchtigen. Die anatomische Verteilung des Drüsengewebes spielt deshalb bei der chirurgischen Behandlung eine wichtige Rolle.

Gynäkomastie und hervorstehende Brustwarzen: Behandlung in Köln

Auch eine vergleichsweise kleine Menge an Drüsengewebe kann optisch auffallen, wenn sie konzentriert unter dem Brustwarzenhof liegt. Eine stark vergrößerte Männerbrust muss daher nicht vorliegen, damit Betroffene ihre Brustwarzen oder den Warzenhof als störend empfinden.

Dr. Dr. med. Matthias Siessegger untersucht in seiner Praxis aesthetische medizin koeln, welcher Grund genau für die sichtbare Veränderung verantwortlich ist. Er verfügt über mehr als 28 Jahre operative Erfahrung in der ästhetischen Chirurgie und die operative Behandlung der Gynäkomastie gehört zu den regelmäßig durchgeführten Eingriffen seiner Praxis.

Auf Grundlage des individuellen Befundes beurteilt er, ob eine chirurgische Behandlung sinnvoll ist.

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